









Luxus pur, wohin das Auge schaut
"Grandhotel Schloss Bensberg" feier nun offiziell Eröffnung - Gäste und Einheimische begeistert
Das „Grandhotel Schloss Bensberg" feiert seine offizielle Eröffnung: Es ist die „Fertigstellung und Einweihung" eines ehrgeizigen Projekts. Dabei ist das Hotel schon seit dem 1. August in Betrieb.Hunderte von Gästen haben den Komfort, den Luxus und die Lage des „Fünf-Sterne-Plus-Hotels" - so die Bezeichnung von Hotelbetreiber Thomas Althoff - genossen.
Hoch auf einer Bergkuppe gelegen, genießt der Gast von fast jedem Zimmer aus einen herrlichen Blick auf das Rheintal, auf die Metropole Köln. Auch wenn das Grandhotel nun schon seit über zwei Monaten seine Pforten geöffnet hat, ist die Freude über die Wiederbelebung von Deutschlands zweitgrößtem Barockschloss in Bensberg noch überall zu spüren. Das Schloss, obwohl der Bevölkerung nicht zugänglich, war schon immer das Wahrzeichen von Bensberg - schließlich lebte man in einer „Schlossstadt".
Aber es war eine einseitige Liebe: Über 300 Jahre wurden die Bürger fern gehalten. Gleichzeitig schritt der Verfall des einstigen Prunkbaus immer weiter voran. Denn mit seinen Schlossherren hatte der Prachtbau wenig Glück. In der wechselvollen Geschichte diente es als Militärlazarett, Kadettenanstalt oder Armenunternkunft.
Nun aber erstrahlt das Schloss in neuem Glanz. Für Bergisch Gladbachs Bürgermeisterin Maria Theresia Opladen, selbst in Bensberg groß geworden, ist das „wie ein Wunder". Viele Alt-Bensberger reiben sich immer noch die Augenund können an das Happy End gar nicht glauben.
Möglich wurde die Restaurierung durch das Engagement der „Aachener und Münchener Lebensversicherung". Offiziell ist von rund 150 Millionen Mark die Rede, die die Bauarbeiten verschlungen haben. Angesichts der Schwierigkeiten, die es immer wieder zu bewältigen gab, halten viele Experten diese Summe aber für zu gering. Fest steht, dass die Bausubstanz weit schlechter war, als angenommen. Michael Kalka, Vorstandsvorsitzender der „Aachener und Münchener Lebensversicherung" räumt auch ein, dass niemand mit „dieser Fülle von Schwierigkeiten" gerechnet habe. Und wäre Kalka nicht ein bekennender Fan des geschichtsträchtigen Gebäudes, wer weiß, ob die Renovierung tatsächlich so zügig vonstatten gegangen wäre.
Die „Aachener und Münchener Lebensversicherung" hat den Standort Bensberg inzwischen ins Herz geschlossen. Nirgendwo sonst in Deutschland hat sich die Versicherung bei einer Immobilie so engagiert. Und nicht nur das: Die Führungsakademie der Versicherung, die Nachwuchsschmiede des Unternehmens, wird ebenfalls in Bensberg untergebracht man fühlt sich offensichtlich wohl.
Luxuriöse Eigentumswohnungen
Aber die Versicherung ist kein selbstloser Förderer der schönen Künste. Mit dem Engagement am Schloss soll Geld verdient werden. Dabei spielt die Bebauung des Schloss-Hinterlandes eine entscheidende Rolle. Zwar lässt sich die Versicherung nicht in ihre Finanzkalkulation schauen, aber sicher ist wohl, das zumindest ein Teil der Kosten für die Schlossrestaurierung mit Gewinnen bei der Vermarktung der Eigentumswohnungen im Hinterland gedeckt werden soll. 118 super-luxuriöse Eigentumswohnungen werden dort in 18 Häusern hochgezogen. Hinzu kommt eine „ServiceResidenz". Das sind Mietwohnungen, in denen auf einen ganze Reihe von Dienstleistungen zurückgegriffen werden kann: Von der Putzkolonne bis zur medizinischen Rundum-Versorgung ist alles möglich. Der Grundstein für das ehrgeizige Projekt ist gelegt.
Ohne das „Grandhotel Schloss Bensberg", ohne dessen Ausstrahlung, wäre der Bau von Eigentumswohnungen und der „SchlossResidenz" unmöglich. Vom Glanz des Grandhotels profitieren viele. Welche Bedeutung das „Grandhotel Schloss Bensberg" für die Stadt Bergisch Gladbach hat, das zeigen auch die Besucherzahlen: Mehrere tausend sind es an den Wochenenden.
Die Bensberger haben „ihr" Schloss als Ausflugsziel entdeckt -und zeigen es Freunden und Verwandten. Angesichts dieses Publikumsandrangs fällt es der Hotelleitung schwer, die Öffentlichkeit tatsächlich ohne Einschränkungen in die historischen Gemäuer einzulassen. Schließlich ist man immer noch ein Hotel und hat zahlende Gäste, die nicht wie in einem Freilichtmuseum betrachtet werden wollen.
Die Hotelleitung hat eine schwierige Gratwanderung zu bestehen, denn auf der anderen Seite ist die öffentliche Akzeptanz und die Integration des Grandhotels wichtig für den Ruf. „Ein Hotel, das nicht lebendiger Bestandteil seiner Umgebung ist, sondern ein Fremdkörper, hat kaum Uberlebenschancen", sagt Firmenchef Thomas Althoff.
Mit dem kleinen Bruder vom Grandhotel. dem Schlosshotel Lerbach, hat der Hotelier bereits gezeigt, dass dies keine leeren Phrasen für ihn sind. Lerbach, ein Spitzenhotel von internationalem Ruf, hat seine Pforten für jedermann weit geöffnet im weitläufigen Park joggen die Bürger. Wahr-scheinlich hat dieses Konzept auch die „Aachener und Münchener Lebensversicherung" begeistert. Obwohl die Verhandlungen mit dem Hotelkonzern „Ritz Carlton" weit gediehen waren, bekam der Privathotelier den Zuschlag. In der Lokalpolitik wurde diese Entscheidung von allen Parteien einhellig begrüßt. Auch der Schlossverein. in dem sich engagierte zusammen getan hatten, um bei der Gestaltung des Schlosses mitzureden, begrüßte die gefundene Lösung.
Geradezu euphorisch reagierte der Bensberg Handel. Schließlicherhofft sich die nahe Einkaufsmeile starke Impulse vom Publikumsmagneten Grandhotel. So gibt es rund um das „Grandhotel Schloss Bensberg" derzeit nur strahlende Gesichter. Sicher beste Voraussetzungen für eine gelungene Feier der „Fertigstellung und Einweihung des Grandhotel". Auch Uwe Fronimhold, der Geschäftsführer des Schlosses, ist begeistert: „Wir sind erst zwei Monate hier, aber uns schwappt eine Sympathiewelle wie für ein altes, ortsansässiges Unternehmen entgegen."
Barocke Pracht mit allem Komfort und Internetanschluss
84 Zimmer und 36 Suiten sind nun im ehemaligen Jagdschloss untergebracht
Eigentlich sollte das heutige „Grandhotel Schloss Bensberg" ein fürstliches Jagdschloss werden. Das war jedenfalls das Ziel von Kurfürst Jan Weilern. 1705 wurde mit dem Bau der groß dimensio nierten Wochenendwohnung begonnen. Nun ist aus dem Jagdschloss ein Grandhotel der Spitzenklasse geworden. Die Pracht und Ausstattung der barocken Anlage sucht seinesgleichen.
Der Hotelbetreiber, „Althoff Hotels", vergleicht Schloss Bensberg mit Versailles und Winchester Castle. Jedenfalls seien es die architektonischen Vorbilder.
Im Grandhotel sind 84 Zimmer und 36 Suiten, in fünf unterschiedlichen innenarchitektonischen Stilen eingerichtet. Sie bieten modernsten Wohnkomfort. Von jedem Zimmer lässt sich etwa bequem ins Internet gehen. Immer wurde bei der Einrichtung nach der Devise verfahren: „Das Beste ist uns gerade gut genug."
Der Gast soll sich eben rundum wohl fühlen. Der Wellness/SpaBereich verteilt sich auf rund 1000 Quadratmeter. Es entsteht eine Beauty-Abteilung. Und neben den Möglichkeiten für Bankette und Gesellschaften bis zu 300 Personen gibt es eine dreifach differenzierte Gastronomie: das Schlossrestaurant, das Gourmetrestaurant und die Vinothek.
Kuppelfresken im Treppenhaus, skulptierte Portale in den Tordurchgängen, Supraporte in den Seitenflügeln, Putten mit Wappenkartuschen in den Treppenhäusern, alte Gemälde an den Wänden der lichthell-transparenten, großen Gänge all dies gibt der Anlage einen repräsentativen Charakter.
Große Empfänge und Produkt-Präsentationen sind hier ebenso problemlos auszurichten wie die exklusive Konferenz oder eine hochkarätige Tagung in absoluter Zurückgezogenheit.
Der ruhesuchende Privatreisende hat viele Möglichkeiten zur Entspannung: im Wellness-Bereich des Schlosses ebenso wie in der Umgebung Bensbergs mit den zahlreichen Wander- und Ausflugszielen. Vom 15 Kilometer entfernten Köln mit seinen Attraktionen nicht zu sprechen.
Für Architekturliebhaber ist Schloss Bensberg ohnehin ein Muss. Was dort von Matteo Alberti im Auftrag des Kurfürsten erbaut wurde, sucht in der Welt seinesgleichen. Auch wenn vieles zerstört oder geraubt worden ist – immer noch gibt es genug zu bestaunen. Rund 240 Mitarbeiter werden es sein, die in dem Hotel arbeiten. So ist Schloss Bensberg nicht nur ein Ort der Erholung für die Gäste, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber.
Goethe war begeistert
Anschlüsse in alle Richtungen
Zugpferd für eine ganze Region
Viele Hoffnungen knüpfen sich ans Schloss
Mutanten zu Besuch im Schloss
Zur Deutschlandpremiere von "x-men" waren die Schauspieler zu Gast
Streifzug durch die Geschichte
Erst Jagdschloss, dann Lazarett und jetzt Grandhotel
In Bensberg fühlt sich der Bauherr offensichtlich wohl
Die „Aachener und Münchener Lebensversicherung"
Die „Aachener und Münchener Lebensversicherung" fühlt sich in Bensberg offensichtlich wohl. Nirgendwo sonst in Deutschland engagiert sich die große Versicherung auf dem Immobiliengebiet wie in Bensberg. Und der Vorstandsvorsitzende der „Aachener und Münchener Lebensversicherung" ist ein bekennender Fan des historischen Gebäudes. Die Führungsakademie der Versicherung wird nun auch nach Bensberg verlegt. Große Kongresse und Veranstaltungen der Versicherung finden ohnehin hauptsächlich im „Grandhotel Schloss Bensberg" statt.
Als die „Aachener und Münchener Versicherung" den Zuschlag für das Schloss Bensberg bekam, gab es nicht nur Beifall. Schließlich liebäugelten viele Lokalpolitiker mit dem Gedanken, das Schloss in den Besitz der Stadt zu bringen. Die Rede war von einer „historischen Chance".
In Branchenkreisen gilt die „Aachener und Münchener Versicherung" als leistungsstarke Gesellschaft. Durch weiterreichende Partnerschaften ist die „Aachener und Münchener Versicherung" in der Lage, den Kunden ein komplettes Allfinanz-Angebot mit kombinierten und vielfältigen Produkten aus dem Versicherungs- und Bausparbereich, aber auch aus dem Investment- und Bankenspektrum zu machen.
Für die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz der Aachener und Münchener sind auch Veranstaltungen wie der „Aachener Dialog" entscheidend. Dort treffen sich jedes Jahr Experten, um über die Herausforderungen des modernen Sozialstaates zu diskutieren.
Daten aus der Firmengeschichte
Etappe in der Erfolgsgeschichte
Thomas H. Althoff setzt auf Expansion — Höchstmaß an Qualität
Für den Unternehmer Thomas H. Althoff ist die Fertigstellung und Einweihung des „Grandhotel Schloss Bensberg" ein ganz besonderer Moment. Zwar sammelt der Privathotelier schon seit Jahren –genauer gesagt seit 1984 – ausgesuchte Hotels, aber mit dem „Grandhotel Schloss Bensberg" hat Althoff auch nach eigener Aussage „eine ganz besondere Perle" gewinnen können.
Und die Fertigstellung und Einweihung des „Grandhotel Schloss Bensberg" ist auch eine weitere Etappe in der Erfolgsgeschichte des Hoteliers Thomas H. Althoff. Der Unternehmer hat sich zum Ziel gesetzt „antizyklisch zur Vermassung und zur Verflachung von Klasse und Stil, ein Höchstmaß an Qualität und Inidividualität zu setzen". An diesen Werten – also Qualität und Individualität – gebe es weltweit einen hohen Bedarf. Und deshalb ist für Althoffmit der Fertigstellung und Einweihung des „Grandhotel Schloss Bensberg" noch nicht das Ende der Expansion erreicht.
Althoff, geboren 1953, als Kaufmann ausgebildet, begann seine Karriere als Hotelier mit 21 Jahren mit der Übernahme eines 80-Betten-Hauses in Aachen. Im Lauf der Jahre folgten weitere Häuser im Harz und im Schwarzwald. Als geschäftsführender Direktor ging er 1980 zu Best West Hotels in Deutschland, wo er zuständig war für die Bereiche Qualitätssicherung, Mitgliederentwicklung, Organisation, Einkaufsverband und Finanzen. Im selben Jahr gründete er auch die „Althoff Beratungs- und Betreuungsgesellschaft mbH", die folgenden drei Zielen folgen sollte:
1. Sehr gute Hotels in exponierter Stadtlage sowie exzeptionelle Häuser für gehobene Zielgruppen zu führen.
2. Kompetente und motivierte Mitarbeiter für eine erstklassige Dienstleistung zu gewinnen und zu begeistern.
3. Gute und faire Partnerschaften einzugehen, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.
1984 übernahm Althoff gemeinsam mit seiner Frau Elke Diefenbach-Althoff das Hotel Regent In-- ternational in Köln.
1988 gründete Althoff die Alt-hoff Privathotels (heute: Althoff Hotels), die sich seither als expansionsfähige Dienstleistungsmarke etabliert haben.
1989 kam, nach dem Hotel Regent, das Kölner Ascot Hotel als zweites Hotel zur Gruppe.
1992 eröffnete im Februar die Villa Viktoria ihre Pforten. Mit einem Investionsaufwand von 20 Millionen Mark entstand in fast zweijähriger Bauzeit ein hierzulande fast immer noch unbekannter Hoteltyp: Deutschlands erstes All Suite de-luxe-Hotel.
Ebenfalls im Jahr 1992 kam Schloss Lerbach zur Gruppe der Althoff Hotels.
In den folgenden Jahren baute Althoff seine Kollektion privat geführter Luxushotels über Deutschland hinaus systematisch weiter auf.
1998 waren es in Frankreich zwei Häuser, die zur Gruppe stießen: das Hotel Vista Palace (Roquebrune Cap-Martin) und die Villa Belrose (Saint Tropez),
In Deutschland kam das Stuttgarter Hotel am Schlossgarten hinzu, dessen aufwendige Umbaumaßnahmen 1999 abgeschlossen waren.
Das jüngstes Mitglied der Alt-hoff Gruppe ist das „Grandhotel Schloss Bensberg". Und für 2001 ist die Eröffnung des Suiten-Hotels Son Severin in Santa Posa (Mallorca) geplant. Für sein erfolgreiches Engagement in der Hotellerie ist Thomas Althoff mehrfach ausgezeichnet worden.
Grundstein für weiteres Projekt
„Aachener und Münchener Lebensversicherung" baut „ServiceResidenz" und Eigentumswohnungen
Bei der Grundsteinlegung für die „ServiceResidenz" und die Eigentumswohnungen hinter dem „Grandhotel Schloss Bensberg" sprach der Vorstandsvorsitzende der „Aachener und Münchener Lebensversicherung", Michael Kalka, grundsätzlich zum Engagement seines Unternehmens in Bensberg. ,,Bensberg hält uns produktiv in Atem", sagte er. Immerhin würde die Versicherung den stolzen Betrag von 350 Millionen Mark in Bensberg investieren. „Über das rein materielle, hinaus wird Bensberg künftig eine besondere Bedeutung für unsere Unternehmen haben." Immerhin wird die Führungsakademie der Versicherung nach Bensberg verlegt.
Für all jene, die ihren Wohnsitz möglichst nahe ans exklusive „Grandhotel Schloss Bensberg" verlegen wollen, plant die „Aachener und Münchener Lebensversicherung" einen Wohnpark. Dort, wo bislang die alten Schulgebäude des belgischen Gymnasiums standen, entstehen in der Nordhälfte des Schloss-Areals die „ServiceResidenz Schloss Bensberg" sowie 18 Stadtvillen mit jeweils fünf bis sieben großzügigen Eigentumswohnungen.
Servicewohnungen bedeutet für die „Aachener und Münchener Lebensversicherung": Menschen können die wesentlichen Dinge des Lebens in einer angenehmen Atmosphäre unbeschwert genießen. Ende der 90er Jahre wurde das Konzept der Servicewohnungen von den Architekturbüros WJD und Wagner und Frings planerisch umgesetzt. Die ServiceResidenz besteht aus zehn zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden sowie einem WellnessBereich in dem historischen preußischen Schwimmbad und der preußischen Turnhalle. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken verfü gen über freie Sicht ins Bergische Land, zum Schloss und in die Rheinebene.
Die Stellplätze für die Autos sind in einer kameraüberwachten Tiefgarage untergebracht. Der Parkraum erstreckt sich fast über das gesamte Gelände des Schlossparks. Der autofreie Schlosspark – der einen bis zu 300 Jahre alten Baumbestand mit mächtigen Eichen und Buchen aufweist – soll ein erholsames Lebensgefühl ermöglichen.
Die ServiceResidenz ist speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen abgestimmt. Es handelt sich ausschließlich um Mietwohnungen. Die barrierefreien Quartiere sind zwischen 35 und 167 Quadratmeter groß. Die „Aachener und Münchener Lebensversicherung" betont: „Die Wohnungen werden ausschließlich mit hochwertigen Materialien ausgestattet." Dazu gehört Marmor, Luxusarmaturen in den Bädern, raumweise regelbare Fußbodenheizungen, elektrisch gesteuerter Sonnenschutz sowie modernste Aufzugtechnik.
Besonderen Wert hat die „Aachener und Münchener" auf die Sicherheit der künftigen Bewohner gelegt. So gibt es eine Eingangs-und Zugangskontrolle. Je nach Wohnungstyp werden die Wohnungen mit einer Schnittstelle zur Aufschaltung einer Alarmanlage ausgestattet. Außerdem befindet sich in jeder Wohnung ein modernes Notrufsystem mit einer 24stündigen Rufbereitschaft von Mitarbeitern.
Die Bewohner der ServiceResidenz sollen – so sehen es die Architekten vor – möglichst eng mit dem Schlosshotel verbunden werden. Dazu gehört vor allem die Benutzung der Schloss-Gastronomie. Voraussichtlich im Frühjahr 2002 wird die ServiceResidenz bezugsfertig sein.
Neben der ServiceResidenz werden in 18 Häusern 118 Eigentumswohnungen in dem Schlosspark entstehen. Die Gebäude verfügen über zwei bis drei Regelgeschosse zuzüglich eines Staffelgeschosses (Penthouse). Verkehrstechnisch angebunden sind die Eigentumswohnungen über die Wipperfürther Straße. Dort ist die Zufahrt in eine Tiefgarage. Durch eine Sicherheitsschleuse kommen die Bewohner des Schlossparkes in die jeweiligen Treppenhäuser. Wie auch bei der ServiceResidenz legt der Bauherr größten Wert auf die Sicherheit der künftigen Wohnungseigentümer.
In jedem der 18 Häuser sind fünf bis sieben Wohnungen untergebracht, die über zwei bis sechs Zimmer verfügen. Die kleinsten Wohnung haben etwa 65 Quadratmeter Wohnfläche. Die meisten Wohnungen sind zwischen 110 und 120 Quadratmeter groß. Darüber hinaus werden 13 Penthouse-Wohnungen mit etwa 160 bis 180 Quadratmeter angeboten. Drei Penthousewohnungen sind sogar über 280 Quadratmeter groß.
Die Bewohner der Eigentumswohnungen können über eine spezielle Mitgliedschaft auch die Angebote der ServiceResidenz nutzen.
Kalkas Wunsch ist es, dass die Bauarbeiten für die „ServiceResidenz" und die Eigentumswohnungen zügig und reibungslos über die Bühne gehen. Beim Schloss hatte man in dieser Hinsicht kein Glück –da gab es während der Renovierungsphase immer wieder böse Überraschungen.
Der "kleine Bruder"
Auf Schloss Lerbach ist es beschaulich
Das „Grandhotel Schloss Bensberg" hat einen „kleinen Bruder": „Schloss Lerbach". Mitten im Wald, versteckt gelegen, ist es seit Jahren ein Aushängeschild der gehobenen Gastlichkeit im Bergischen Land. Auch Schloss Lerbach gehört zur AlthoffGruppe.
Das Schloss, der frühere Sitz der Unternehmerfamilien Siemens und Zanders, ist heute das klassische, intime Refugium für „Stadtflüchtlinge": für Geschäftsleute, die in der rechtsrheinischen Waldlage absolute Ruhe haben, um zu arbeiten und zu tagen. Für privat Reisende, die hier Entspannung finden: beim Wandern und Spazieren im Hotelpark und im reizvollen Bergischen Land, beim Relaxen im Poolbereich oder in der Beauty-Farm. Und für Gesellschaften, die ihrem Fest im herrschaftlichen Rahmen eine gleichzeitig private und festliche Note geben wollen.
Der Individualität der Gastfreundschaft entspricht die ausstatterische Individualität sowohl der 54 Zimmer und Suiten als auch der Halle und Gesellschaftsräume. Der Besucher hat nicht den Eindruck in einem Hotel, sondern Gast in einem Landhaus von unaufdringlicher Eleganz zu sein, dessen einladende Wohnlichkeit ein Gefühl von Zuhause vermittelt.
Eine Besonderheit: die Bar, in der regelmäßig große Kunst zu sehen ist. Das grafische Gesamtwerk von Max Ernst wurde hier schon ebenso ausgestellt wie die Original-Lithografien zu Dantes „Divina Comedia" von Salvatore Dali.
Nicht zuletzt macht die große Kunst der Großen Küche ein Besuch von Schloss Lerbach attraktiv: Das Restaurant Dieter Müller gehört in der Bewertung der wichtigen Restaurantführer zu den besten Gourmet-Adressen in Deutschland, die einer in seinem Feinschmecker-Leben einmal besucht und genossen haben sollte.
Gastfreundschaft kommt von Gastgebern: Hoteldirektor Thomas K. Tritschler und sein Team haben sich zum Ziel gesetzt, dass in Schloss Lerbach auch der anspruchsvollste Gast auf seine Kosten kommt. Von einer Konkurrenz zum Grandhotel könne keine Rede sein – man ergänze sich eher.
Mekka für Gourmets
Joachim Wissler, der Chef am Herd
Eine kurze Rückkehr ins Schloss
Der erste Hotelgast kam aus Bensberg
"Es luft sogar besser als erhofft"
Uwe Frommhold will aus dem Grandhotel eine der besten Adressen Deutschlands machen
Nein, als „Schlossherr" fühlt sich Uwe Frommhold, Generaldirektor des „Grandhotel Schloss Bensberg", nicht. Aber es sei schon „ein besonderes Gefühl", ein Hotel in solch einem alten, geschichtsträchtigen Gebäude zu leiten. 42 Jahre alt ist der Hotelfachmann, der für sich selbst die Direktive ausgegeben hat: Work hard, be fair, have fun. Hart arbeiten, fair sein und Spaß haben will Frommhold also.
Jeder im Hotel, die Angestellten und vor allem die Gäste sollen merken: „Es macht mir Freude, hier zu arbeiten." Mit dieser Einstellung, mit dieser Philosphie hat Frommhold bereits das „Hotel Atlantic" in Hamburg und das Kempinski-Hotel „Taschenbergpalais" in Dresden geleitet. Und das „Grandhotel Schloss Bensberg" will er zu einem „der schönsten, erfolgreichsten und besten Hotels mindestens in Deutschland" machen.
Hohes Maß an Vertrauen
Nach rund zwei Monaten sieht er sich auf einem guten Weg. Die wirtschaftliche Ziele — die Zimmerbelegung, der Zimmerdurchschnittspreis, die Zahl der Veranstaltungen — seien bereits mehr als erreicht. Am 12. August war man zum ersten Mal ausgebucht. „Es läuft sogar besser als erhofft und geplant", sagt er. Schon jetzt genieße das „Grandhotel Schloss Bensberg" ein hohes Maß an Vertrauen in Deutschland und in der Welt.
Uwe Frommhold verweist auf große Konzerne, die ihre Konferenzen und Kongresse im Grandhotel veranstalten. „Solche Firmenkommen nicht, um sich ein neues Hotel anzusehen, sondern weil sie sicher sind, hier effizient zu arbeiten."
Aber auch bei den Gästen glaubt Frommhold nicht an einen Erfolg durch „Neulust". Sicher kämen viele Besucher, um einmal zu sehen, wie das Schloss denn so von innen aussieht. Aber wer ein Zimmer buche, der glaube an einen angenehmen, erholsamen und erfolgreichen Aufenthalt. „Es bucht kaum einer, nur um zu sehen, wie es bei uns aussieht."
Der Kontakt zu seinen Gästen ist Frommhold das Wichtigste bei seiner Arbeit. „Ich muss genau hinhören, was gefällt und was nicht." In einem Grandhotel habe jeder Gast das Recht, sich als König zu fühlen. Freilich räumt Frommhold ein, dass in den ersten Monaten sehr viele organisatorischen Aufgabenzu bewältigen waren. „Langsam bekomme ich aber immer mehr Zeit für meine Gäste."
Wer Frommhold nach einem Highlight in der bisherigen Geschichte des Hotels fragt, der bekommt zuerst einmal zu hören: „Es waren so viele schöne Erlebnisse." Aber dann legt er sich doch fest: Die Betreuung des Schauspielers Armin Müller-Stahl. Vier Wochen habe der im „Grandhotel Schloss Bensberg" gewohnt. Frommhold: „Ein fantastischer Mensch." Und Müller-Stahl habe außerdem geholfen, den Service im Hotel zu verbessern. „Seine Anregungen waren sehr produktiv."
Negativ-Erlebnisse will Frommhold überhaupt nicht gehabt haben — „wirklich nicht". Er sei ja selbst überrascht, dass es auch keine technischen Probleme gegeben habe. Ein Stromausfall für einige Minuten — das sei alles gewesen. Mögliche Verbesserungen fallen ihm aber gleich „dutzendweise" ein. Schließlich sei ein Hotel nicht perfekt am Schreibtisch zu planen: „Jedes Hotel entwickelt ein Eigenleben." Und weiter: „Wir werden nie fertig werden."
Dicke Komplimente verteilt Frommhold an seine Mitarbeiter. „Man muss sich das einmal vorstellen: Kurz nachdem wir den Zuschlag für Bensberg erhielten, waren gerade acht Leute für dieses Projekt fest angestellt." Es sei einfach „Wahnsinn" gewesen, wie sich das Personal ins Zeug gelegt habe.
Derzeit ist das „Grandhotel Schloss Bensberg" Arbeitgeber für rund 160 Menschen. Mitte nächsten Jahres sollen es 240 sein. Das Schloss ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Geplant ist ein „Tag der offenen Tür"
Frommhold weiß, dass seine Mitarbeiter durch die Öffnung weiter Teile des Schlosses für die Öffentlichkeit unter besonderem Druck stehen. „Wir wollen diese Öffentlichkeit, aber manchmal ist es bei den starken Besucherströmen nicht so einfach, den optimalen Hotelbetrieb aufrecht zu erhalten." Für das kommende Jahr ist jedenfalls ein „Tag der offenen Tür" geplant. „Dann wollen wir nur für die Bürger da sein", sagt Fromm-hold. An den dauerhaften Erfolg des „Grandhotel Schloss Bensberg" hat Frommhold keinen Zweifel. „Das Gebäude, das Ambiente und vor allem die Lage sind einfach fantastisch", meint er. Und in paar Jahren sollen die Kölner sagen: „Unser schönstes Hotel, das ist das Grandhotel Schloss Bensberg."
Neueste Technik in alten Mauern
Die Arbeit von Innenarchitekt Peter Silling
Das „Grandhotel Schloss Bensberg" soll kein Museum sein. Das ist jedenfalls die Auffassung von Peter Silling, dem Innenarchitekten des Grandhotels. Er hat bei seinen Planungen besonders die Funktionalität eines Hotels vor Augen. Zwei Hotels der RitzCarlton-Kette werden derzeit ebenfalls von Peter Silling eingerichtet.
Komfort und Service werden bei dem 36-jährigen Kölner groß geschrieben. Helle, frische Farben sollen in den von ihm gestalteten Hotels den Ton angeben. Für Geschäftsreisende wird der Aufenthalt im „Grandhotel Schloss Bensberg" nach Sillings Auffassung eine angenehme Verbindung von optimalen Arbeitsbedingungen (Fax-Gerät, Internet-Anschluss, Computer mit Drucker und Scanner) und angenehmer Atmosphäre sein. Jeder Raum soll Exklusivität, Geschmack, aber auch Funktionalität ausstrahlen.
Das gelte auch für das Badezimmer. Marmor und Granit wurde dort in erster Linie verarbeitet. Eine begehbare Dusche und ein Telefon mit Lautsprecher gehören zur Ausstattung.
Peter Silling war für die Feinarbeit zuständig. Die Restaurierung lag in den Händen des Architekturbüros „Hentrich-Petschnigg & Partner" und des Architekturbüros Bernd Zimmermann. Sie übergaben den Barockbau an ihren Auftraggeber, der „Aachener und Münchener Lebensversicherung", in einem „funktionsfähigen" Zustand. Die Aufgabe von Innenarchitekt Peter Silling war es also, aus einem funktionsfähigen ein funktionierendes Grandhotel zu machen.
Der Begriff Restaurierung führt, geniessen an den tatsächlichen Arbeiten am Schloss, in die Irre. In vielen Teilen des Gebäudes stimmte die Statik nicht mehr. Da galt es nicht zu reparieren oder zu ersetzen, sondern völlig neue Lösungen anzubieten. Ein Beispiel dafür ist etwa die Decke im Ballsaal — dort mussten zur Stabilisierung Stahlträger eingezogen werden.
Bei all den Arbeiten hatten auch Hentrich-Petschnigg/Zimmermann — genau wie Silling —immer die Bedürfnisse eines modernen Hotels im Auge zu behalten. Und das in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.
Zuschauer und Mitspieler
Markus Lüpertz' Arbeiten am Schloss - Historische Motive
Bei der Wahl der im „Grandhotel Schloss Bensberg" aufgestellten neuen Kunstwerke ließ sich die Althoff Gruppe von „Aschenbach Art Consulting" beraten. Die Fachleute kamen auf Markus Lüpertz. Denn der Direktor der Kunstakademie Düsseldorf greift in seinen Arbeiten historische Motive auf und setzt sie in Bezug zur Gegenwart.
Lüpertz versteht sich dabei als Maler-Bildhauer. Ein Charakteristikum seiner Arbeit ist die Ironisierung klassischer Schönheitsideale. Tradition und Zeitgenössisches –so die Absicht – sollen durch die Arbeiten des Künstlers in Dialog gesetzt werden.
Markus Lüpertz ließ sich für den Jan-Wellem-Zyklus von dem Deckenfresko Domenico Zanettis, dem „Sturz der Giganten", sowie anderen historischen Motiven inspirieren.
Skulpturen im Innenhof
Die Hotelzimmer des Schlosses sind alle mit Farbradierungen aus diesem Zyklus ausgestattet. Ergänzend befinden sich im Innenhof Skulpturen von Markus Lüpertz. Die beiden Skulpturen vor den Baumreihen im Schlosshof heißen „Die Schöne trifft die Hässliche". Die über fünf Meter hohen Skulpturen wachsen als zeichenhafte Gestalten aus einer Art Felsenlandschaft.
Eine Arbeit von Lüpertz, die von einem griechischen Kunstwerk inspiriert wurde, ist am Ausgang des Schlosses zu sehen: der Krieger. Der Betrachter wird daran erinnert, dass das als Jagdschloss geplante Bauwerk' nach dem Tod von Jan Wellem auch als Lazarett und Kadettenanstalt genutzt wurde.
Als Rektor der Düsseldorfer Kunstakademien bezieht Lüpertz häufiger Motive der Antike oder des Barocks in sein Werk ein. Die Reflexion der eigenen Kultur wird so möglich gemacht.
Lüpertz begriff das Schloss als fantastische Kulisse, um mit Skulpturen ein neues Gesamtbildzu entwerfen. Jeder Gast des „Grandhotel Schloss Bensberg" soll dies erleben können. Die Skulpturen sollen den Gast praktisch am Grandhotel empfangen. So wird jeder zum Zuschauer und Mitspieler, der den Hof des „Grandhotel Schloss Bensberg" betritt.
Schloss als Gesamtkunstwerk
Nur ein Fresko überlebte die Jahrhunderte: "Der Sturz der Giganten"
Die Geschichte der Kunstwerke ist ein besonders trauriges Kapitel der Schloss-Historie. Der Erbauer, Kurfürst Jan Wellem, war ein großer Kunstliebhaber. Sein Jagdschloss war ein Gesamtkunstwerk und seine Kunstsammlung einzigartig.
Viele der flämischen Gemälde, die heute in der Alten Pinakothek in München hängen, stammen aus der Sammlung von Jan Wellem. Darunter 40 Werke von Rubens und 17 von Van Dyck.
Neben diesen in den Museen befindlichen Werken gibt es noch ein Fresko im Schloss, das die Jahrhunderte überlebt hat: „Der Sturz der Giganten". Dieses Werk des venetianischen Meisters Domenico Zanetti ist das letzte erhaltene
Fresko. Ursprünglich befand es sich in einem Treppenhaus, das zu einem prachtvollen Saal umgebaut wurde.
Aber das Fresko lässt nur erahnen, mit welcher Fülle von Kunstwerken das Schloss einst geschmückt war. Skulpturen und Stuckarbeiten zierten die Decken. Entweder hingen an den Wänden Gemälde, oder aber kostbare Seidentapeten. Erhalten sind von den Seidentapeten zwei Exemplare aus dem Schlafzimmer des Kurfürsten. Sie sind im Brühler Schloss Augustusburg zu sehen. Dort befinden sich auch einige Gemälde, die einst in Bensberg zu bestaunen waren. Weitere Gemälde sind in den Schlössern in Würzburg und
Schleißheim sowie im Gerichtsgebäude in Ansbach zu sehen. Dabei verlief die Plünderung des Bensberger Schlosses – die Verteilung der Werke über ganz Deutschland zeigt es – in Schüben. Dort wurde ein Flügel leergeräumt, an dieser Stelle eine Wand zugemauert. Bis eben fast nichts mehr von den einstigen künstlerischen Glanz zu erkennen war.
Wer weiß, vielleicht wäre mit ein wenig Glück das Schloss Bensberg tatsächlich zum „Deutschen Versailles" geworden. Jedenfalls wird jetzt zum ersten Mal nach 300 Jahren im Schloss wieder Wert auf Glanz und Schönheit gelegt. Ein Jagdschloss ist es zwar immer noch nicht und wird es niemals werden. Dieser Wunsch des Kurfürsten wird auch nicht in Erfüllung gehen.