Kapelle in Klasmühle feiert 60-jähriges Bestehen in neuem Glanz


Wurm knabberte an Kapelle
Kapelle in Klasmühle feiert 60-jähriges Bestehen in neuem Glanz

Von LARS HEYLTJES
Schädlingsbefall: Die Kapelle in Odenthal-Klasmühle ist in den vergangenen Wochen umfassend saniert worden. Am Sonntag feiern die Gläubigen den 60. Geburtstag der Kapelle. (Foto: Clever)

ODENTHAL-KLASMÜHLE. Wenn am Sonntag die Kapelle Heilig Kreuz in Klasmühle ihren 60. Geburtstag feiert, muss einer draußen bleiben: Der „Holzbock", eine besonders aggressive Schädlingsform, ist hier nicht mehr erwünscht. Er trug die Hauptschuld und war der Grund für die Teilsanierung der Kirche, die in diesem und letzten Jahr durchgeführt werden musste.
Die Geschichte der Pfarrge meinde im Scherfbachtal begann am 14. September 1921 mit der ersten heiligen Messe im Privathaus der Familie Frielingsdorf. Immer mehr Gläubige wollten sonntags am Gottesdienst teilnehmen, so dass am 16. November 1947 der Grundstein für die Kirche gelegt wurde. 13 Monate später war es soweit, am 19. Dezember 1948 nahm Dechant Hugo Berger die Einsegnung vor.
Ein Gemeinderaum existiert seit 21 Jahren, hier haben die Damen des Handarbeitskreises ihre Heimat gefunden. Insgesamt erfüllen sie schon seit 30 Jahren karitative Zwecke mit ihren selbst Bestrickten, genähten, gebastelten und gehäkelten Waren. Derzeit 1 zählt der Aktivkreis 15 Mitglieder, Leiterin Rita Dresbach ist gegenüber Verstärkungen nicht abgeneigt.
Am Sonntag, 30. November, beginnt um 9 Uhr ein Gottesdienst mit Pastor Klaus Anders und Diakon Walter Rasquin. Anschließend eröffnet ein Basar mit Produkten des Handarbeitskreises. Dann hofft der Förderverein. der seit 2005 für die Kapelle verantwortlich ist, auf viele Besucher. Im Zuge des Programm „Zukunft heute" des Erzbistums Köln blieb zur Erhaltung keine andere Wahl.
Noch ist der Schreck, der der Schädling ausgelöst hat,nicht ganz verflogen: „Mit solch einem Schadensausmaß hatten wir nicht gerechnet. Einige tragende Teile der Konstruktion, die Sitzgelegenheiten und sogar die Kniebänke mussten behandelt werden. Vier Firmen haben sich um die Instandsetzung gekümmert, die Kosten hat das Erzbistum getragen", berichtet Peter Ohmen, Mitglied der Förderer.
Die Interessengemeinschaftbeschreibt ihr Kleinod als idyllisch, überschaubar und in der Gemeinschaft von Klasmühle als einmalig. Das beweisen die 80 bis 100 Besucher jeden Sonntag, die 55 Vereinsmitglieder und die vielen Anfragen für Hochzeiten. Sie geben sich unter dem Leitspruch der gekreuzigten Jesus-Figur das Jawort: Wenn ich am Kreuz erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen!"

AnhangGröße
KStA-20081129-S52.pdf299.63 KB
Quelle: 
KStA-20081129-S52 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigabe erteilt für BGV durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 25. Sept. 2009