AM WEGRAND - Kreuze in Rhein-Berg: Erinnerung an verirrten Wanderer


AM WEGRAND: Kreuze in Rhein-Berg

Bergisches Journal
Erinnerung an verirrten Wanderer
DENKMAL Das Kreuz in Bechen-Höchsten

Kürten. Das weiße Kreuz mit der dunklen Christusfigur, das heute in Bechen-Höchsten unterhalb des Bauernhofes steht, lag ursprünglich am Prozessionsweg von Becken nach Hommermühle. Es wird erzählt, dass an dieser Stelle einst ein Toter gefunden wurde. Der Mann soll sich im Winter dort verirrt haben. Das Kreuz ist heute am Boden befestigt. Heimatforscher Werner Lüghausen hat mit einem Anwohner gesprochen, der davon ausgeht, dass es früher an einem anderen Standort auf andere Weise angebracht war. „Am oberen Ende des Brettkreuzes befindet sich ein Ring zur Aufhängung, der davon zeugt, dass es schon mal an einem anderen Ort gehangen hat", zitiert Lüghausen den Bauern Selbach in. seinem inzwischen vergriffenen Buch „Wegekreuze der Gemeinde Kürten". Selbach, der zum Zeitpunkt der Aufzeichnung 75 Jahre alt war, gab auch an, dass er das sehr zerfallene Kreuz „wieder in Ordnung" gebracht habe. So erneuerte er das Dach, reinigte den Korpus, beizte ihn dunkel und strich das Kreuz weiß. Als 1988/89 der alte Weg auf dem Wiesenabhang eingeebnet wurde, versetzte Selbach das Kreuz an den neuen Wirtschaftsweg in die Nähe seines Hofes. (lan)

Das Kreuz in Höchsten wurde 1988/89 versetzt.    BILD: NEUMANN

Quelle: 
KStA-20120131