Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in Bensberg wurde offiziell eingeweiht


„Vom Minimum zum Optimum"
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in Bensberg wurde offiziell eingeweiht

Von Karin M. Erdtmann
Bensberg — „Hätten wir den Zeitplan eingehalten, säßen wir jetzt auf der anderen Rheinseite." Günther Glasner, Hauptgeschäftsführer der VerwaltungsBerufsgenossenschaft war gestern ganz froh darüber, daß bei dem Neubau der achten und letzten Bezirksverwaltung nicht alles nach Plan gelaufen war —nicht nur, weil man in Köln „eine wesentlich weniger schöne Aussicht" genossen hätte.
Im Vergleich zur ersten Bezirksverwaltung, die man vor Jahren in München errichtet hatte, könne man in Bensberg eine technische Entwicklung „vom Minimum zum Optimum" feststellen. „In ästhetischer und technischer Hinsicht ist das neue Verwaltungsgebäude geradezu perfekt zu nennen."
Die seit 75 Jahren bestehende Verwaltungsberufsgenossenschaft mit Hauptsitz in Hamburg ist die gesetzliche Unfallversicherung der Banken, Versicherungen, Verwaltungen, freien Berufe und besonderer Unternehmen, wozu beispielsweise auch Sportvereine gehören. Wie Vorstandsvorsitzender Robert Neitzel erläuterte, würden von Bensberg aus 42000 Mitgliedsunternehmen und eine Million Versicherte betreut, die bislang von Mülheim und Mainz aus versorgt wurden.
Mit steigender Tendenz
Geschäftsführer der neuen Bezirksverwaltung ist Norbert Neumann. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle belief sich in diesem Bereich im vergangenen Jahr auf 17500 (mit steigender Tendenz). Auch im Bereich der Unfallverhütung und der Rehabilitation ist die VerwaltungsBerufsgenossenschaft aktiv.
Die neue Bezirksverwaltung im Terrassenhaus an der Kölner Straße verfügt über eine Nutzfläche von 4100 Quadratmetern, 1200 Quadratmeter sind an den Bundesverband der Innungskrankenkasse untervermietet. 70 Mitarbeiter sind dort zur Zeit tätig; fast jeder Arbeitsplatz ist mit einem Bildschirmgerät ausgestattet. „Wir glauben, die Stadt Bergisch Gladbach zu diesem Arbeitgeber beglückwünschen zu können", meinte Neitzel, denn der Personalbestand werde in Zukunft noch wachsen müssen. Der Neubau in Bensberg ermögliche eine schnelle und effektive Arbeit vor Ort und eine optimale Versorgung der Versicherten. „Wir sind uns des Wertes Ihrer Entscheidung schon bewußt", begrüßte Bürgermeister Franz Heinrich Krey den neuen Arbeitgeber und zeigte sich erfreut darüber, 'daß hier „gute und dauerhafte Arbeitsplätze" geschaffen worden seien. Zu dem Empfang waren Vertreter zahlreicher Mitgliedsunternehmen sowie von Stadt-und Kreisverwaltung und aus der Kommunalpolitik erschienen.

SCHÖNE AUSSICHT aus den neuen Räumen. Gestern wurde das Domizil der
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft offziell eingeweiht. Gearbeitet wird
dort schon seit November. Bild: Albert Günther

Quelle: 
KStA-19880408
Freigabe: 
Freigabe für den BGV erteilt durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 12.9.2011