Ohne Parkplätze kann es an der Dombach nicht weitergehen


Ohne Parkplätze kann es an der Dombach nicht weitergehen
Koordinierungs-Kommission sah Standort — Zur Tagung nach Altenberg

Von unserem Redakteur Arthur Lamka
Bergisch Gladbach/Altenberg — Um das neue Rheinische Industriemuseum ging es u.a. gestern für Vertreter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen in der sogenannten Koordinierungskommission. Sie kam gestern nach Bergisch Gladbach zur Besichtigung der Alten Dombach und tagte anschließend im Altenberger Hof auf Anregung von Landrat Dr. Konrad Kraemer, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses der Landschaftsversammlung.
Das Häuser-Ensemble der Alten Dombach im Strundetal soll Bestandteil des künftigen dezentralen Rheinischen Industriemuseums werden.Im Juli erfolgt die Eröffnung in Engelskirchen, die Abteilung mit der Dokumentation zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Wann die Dombach als Museum zur Geschichte der Papierherstellung eröffnet werden kann, ist noch nicht völlig klar, da zuerst noch die Parkplatzfrage zu regeln ist. Der erste Bauabschnitt könnte in Laufe des Jahres in Angriff genommen werden, hieß es.
Hans Wolfgang Zanders als Vertreter der bisherigen Eigentümer der Gebäulichkeiten, deren Übertragung an den Landschaftsverband für die Museumszwecke perfekt ist, hatte die Besucher begrüßt, über die Geschichte der Dombach und ihre Bedeutung für die Papierindustrie informiert und über die Stiftung Zanders mit ihren Beständen und Objekten die Entwicklung dargestellt, die letztlich zum Rheinischen Industriemuseum führen soll. Zanders erwähnte auch, daß Stiftung und Unternehmen bisher bereits erhebliche Mittel für die Sanierung des Hauptgebäudes aufgewendet haben.
Wie zu erfahren war, hat der Vorsitzende der Landschaftsversammlung, Dr. Jürgen Wilhelm (SPD) aus Bergisch Gladbach, bei der Tagung der Kommission im Altenberger Hof die weitere Bereitstellung von einer Spende in Höhe von einer Million DM durch die Zanders Feinpapiere AG (wir berichteten) als eine im Rahmen des zu errichtenden Rheinischen Industriemuseumsbisher einzigartige beispielhafte Geste bezeichnet. Auch LVRKulturdezernent Landesrat Dr. Schönfeld hat dem Unternehmen dafür Dank ausgesprochen und eine zügige Inangriffnahme des Projektes in Aussicht gestellt. Es soll nach Fertigstellung auch die Wanderausstellung des LVR zur Papiergeschichte aufnehmen, die in mehreren Städten gezeigt wurde. Von Zanders war zu erfahren, daß der Landschaftsverband bei Einrichtung des Museums auch auf das Know how des Unternehmens zurückgreifen könne.
Eine wichtige Voraussetzung für die baldige Aufnahme der Arbeiten an diesem Museumsstandort, so war zu hören, sei die Klärung der Frage der Parkplätze. Sie sei sehr dringlich, verlautete aus dem Landeshaus in Deutz und könne nur unter der aktiven Mitwirkung der Stadt gelöst werden. Man sei bestrebt, in dieser Frage im Interesse des Projektes, das für die Bürger der Stadt und des Kreises von höchster Attraktivität sei, möglichst rasch Einvernehmen mit der Stadt zu erreichen: „Ohne Parkplätze kann nichts laufen."

Quelle: 
KStA-19870312-rn9
Freigabe: 
Freigabe für den BGV erteilt durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 12.9.2011