Erinnerung an Bertram Blank gewünscht


Verbesserungen für Einkaufsdreieck
Rezept: Neue Straße und Parkplätze
Erinnerung an Bertram Blank gewünscht

Von Sylvia Koppelberg
Refrath — Wo pausenlos Autos herumkurven, macht Einkaufen keinen Spaß. Seit einiger Zeit bastelt die Stadtverwaltung an Plänen zu einer besseren Verkehrsführung in dem Dreieck im Bereich Dolmanstraße und Siebenmorgen, um seine Funktion als Geschäftszentrum zu stärken. Die Straße Siebenmorgen soll von Durchgangsverkehr befreit werden. Auch den Parkplatzsuch-Verkehr hoffen die städtischen Planer verringern zu können. Weitere Rezepte zur Verbesserung der Attraktivität dieses Einkaufszentrums sind eine ausreichende Zahl an Parkplätzen und die Verschönerung des Straßenraums durch Begrünung und Ruheplätze.
Zwei Alternativen
Schon im vergangenen Juni hatte sich der Tiefbau- und Verkehrsausschuß mit diesem Thema befaßt. In seiner jüngsten Sitzung stand es wieder auf der Tagesordnung. Zwei Alternativen stehen — nach wie vor —zur Diskussion. In beiden Lösungsvorschlägen ist eine neue Straße fest eingeplant, die von der Dolmanstraße — direkt gegenüber der Straße In der Taufe — auf den Siebenmorgen führt und eine Zufahrt zu dem privaten Parkplatz und den geplanten Tiefgaragen zwischen Dolmanstraße und Siebenmorgen ermöglicht.
Günter Klatt, Leiter des Stadtplanungsamts, plädiert dafür, sie in beiden Richtungen befahrbar. zu machen Übrigens haben sich die Fraktibnen auch schon auf einen Namen für die neue Straße geeinigt: Bertram-BlankStraße soll sie heißen. Am Siebenmorgen wird das kurze Stück zwischen der neuen Straße bis zum Kirchweg in beiden Richtungen befahrbar sein. Der restliche Teil des Siebenmorgen wird in Richtung nördlicher Einmündung in die Dolmans kraße ganz zur Einbahnstraße. Diskutiert wird auch, die Einbahnstraßenbereichen zu Fußgängerzonen zu machen.
Nach Meinung der Interessengemeinschaft Siebenmorgen, die die verschiedenen Varianten der Verkehrsführung bei einem interfraktionellen Gespräch mit Vertretern der Parteien erörterte, sollte man beide Lösungen erst 'einmal testen. Das berichtete Hermann Liebing (CDU) im Tiefbauausschuß. Die Einbahnstraßenregelung befürworten, so Liebing, alle Geschäftsleute als Mittel, den Durchgangsverkehr fernzuhalten.
Er beantragte 100000 Mark Haushaltsmittel und weitere 100000 Mark als Verpflichtungsermächtigung, um die Plan- straße möglichst schnell in Angriff nehmen zu können, die der Ausschuß auch beschloß. Eine offene Frage ist noch die Parksituation. Um sich einen Überblick zu verschaffen, beauftragte der Ausschuß die Verwaltung, die vorhandene und künftige Zahl der Stellflächen zu ermitteln. Außerdem beschloß er, daß die Verwaltung die beiden Tiefgaragen mit gemeinsamen Zu- und Anfahrten von der künftigen Bertram-Blank-Straße planen soll.
Eigentümern zugesprochen
Weitere Stellflächen wird es auch an der Planstraße selbst geben. Sie sind im Umlegungsverfahren den privaten Eigentümern zugesprochen worden, so daß diese theoretisch eine Kette davor hängen und Einkäufer, so daran hindern könnten, sie zu. benutzen, Die Einzelhändler  wünschen, daß sie ,als öffentliche Parkmöglichkeiten für Kunden genutzt werden können. Dr. Gerd Scheele empfahl, diese Einstellplätze als „ideelles Gemeinschaftseigentum" der Eigentümer auszuweisen. Diese Lösung stieße aber nach Aussage von Stadtbaurat Wilhelm Franzen „auf erhebliche Schwierigkeiten mit dem Baurecht."

Quelle: 
KStA-19861211
Freigabe: 
Freigabe für den BGV erteilt durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 12.9.2011