Heiligenhauser wollen keine Umgehungs-Trasse

Heiligenhauser wollen keine Umgehungs-Trasse

Heiligenhauser wollen keine Umgehungs-Trasse
Ein Tunnel für Overath oder sonst gar nichts?

Demonstration der Heiligenhauser vor dem Overather Rathaus gegen eine Verbindungsstraße zur Autobahn Köln-Olpe. Foto: Pütz

Overath ( wp) - Die Bürgerinitiative Heiligenhaus demonstrierte mit rund 200 Teilnehmern vor dem Rathaus in Overath. Sie hat klar gemacht, dass die Heiligenhauser ganz entschieden gegen eine Verbindungsstraße zwischen der Autobahn Köln-Olpe und der Siegburger Straße sind, die zwischen Overath und Heiligenhaus neu gebaut werden soll.
Der Landesbetrieb Straßenbau (LBSB) nutzt mit einer solchen Verbindungsstraße die Overather Forderung nach einer Umgehungsstraße für den Ort selbst. Zudem auch die Tatsache, dass viele Pkw- und Lkw- Fahrer von der Autobahn Köln-Olpe die Abkürzung über Overath zur Anschlussstelle Lohmar der Autobahn Köln-Frankfurt nutzen. Er will so das überforderte Autobahnkreuz Köln-Ost entlasten.
Overath sieht sich einig in Rat, Verwaltung und Bürgerschaft, dass die in offener Landschaft zwischen Heiligenhaus und Overath vom Landesbetrieb favorisierte Verbindungsstraße die Natur erheblich zerstört und für Overath selbst nur geringfügig Entlastung des innerörtlichen Verkehrs bringt. Sie fordert daher nach wie vor den Bau eines Tunnels, der allerdings etwa 30 Millionen Euro teurer sein soll als die geplante Heiligenhaus-Trasse.
Die Trasse führt ausgehend von der B 484 (Siegburger Straße in Overath) bei Kombach hinauf nach Heiligenhaus, hier über die Bensberger Straße, an Wiedenhof und Weberhöhe vorbei zu einer neuen A 4-Auffahrt bei Kotten.
Die Heiligenhauser machen geltend: „Das Kombachtal und das Katzbachtal, beide unter Naturschutz, werden zerstört und ein zusammenhängendes Stück Landschaft wird zerteilt. 35 junge Familien, die vor einigen Jahren am Wiederhof auf kirchlichen Erbpachtgrundstücken gebaut haben, um ihren mittlerweile fast 50 Kindern ein schönes Zuhause zubieten, blicken dann wahrscheinlich vor eine Schallschutzwand, statt ins Bergische Land. Vor zwei Jahren, als die Variante Heiligenhaus plötzlich ins Gespräch kam, plante der LBSB nur eine Anbindung an die A4 in einer Richtung. Mittlerweile soll schon ein Vollanschluss entstehen. 650 Unterschriften gegen die Umgehung Heiligenhaus, die Bürgermeister Heider bereits übergeben wurden, sprechen eine deutliche Sprache."
Bürgermeister Andreas Heider unterstützte vor dem Rathaus die Demonstranten in ihrem Anliegen und bestätigte das gemeinsame Vorgehen.

Quelle: 
BHB-20080305-S01-1 (Bergisches Handelsblatt)
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