Aus der alten Schule wird ein "Haus für alle"


Das Bensberger Progymnasium öffnet am 13. Juni die Türen: Renovier. für 1,7 Millionen Mark abgeschlossen

Aus der alten Schule wird ein "Haus für alle"
Räume für ein Sozial- und Kulturzentrum

Von Karin M. Erdtmann
Bensberg — „Noch in späteren Zeiten wird der stolze Bau künden von Ihrer Tüchtigkeit, verehrter Herr Architekt, von der gediegenen Arbeit Ihrer Helfer und Mitarbeiter und dem Kunstsinn und Kunstgeschmack der Bensberger Bürgerschaft." Rektor Schiffer konnte am 17. April anno 1907 mit Recht stolz sein auf das gerade feit' stellte Schulgebäude, das Bensberger Progymnasium. Bis 1972 wurde das Gebäude im Herzen der Schloßstadt als Lehranstalt genutzt, danach verfiel der ehemals „stolze Bau", Überlegungen, das Haus abzureißen, wurden laut.
Doch im Laufe der 80er Jahre entschloß man sich, den ehrwürdigen Bau zu renovieren. Am Freitag, 13. Juni, wird nun das alte. Haus am Ende der Fußgängerzone zu neuem Leben erweckt. Der Trägerverein Progymnasium Bensberg, Gesellschaft für Sozialarbeit im. Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV), hat aus dem ehemaligen Schulgebäude ein „Haus für alle" gemacht, ein Zentrum freier, Sozial- und Kulturarbeit
Aus den ehemaligen Klassenzimmern im Erdgeschoß sind nach anderthalbjähriger Umbauphase Weiterbildungs- und Büroräume entstanden, die unter anderem vom Behindertensportverband sowie von der Alten- und Familienhilfe Bensberg mit genutzt werden. Auch die Altentagesstätte des DPWV mit stationärem Mittagstisch findet hier ein neues Domizil. Alle 14 Tage werden dort Besucher für 'Besucher kochen. Der Fußboden der Küche ist mit handgebackenen Kacheln ausgelegt, eine der zahlreichen Materialspenden, die der Trägerverein für die Renovierung erhalten hat.
Im Keller öffnet ein Jugendcafé seine Pforten, zunächst als provisorische Einrichtung. Vormittags soll der Raum auch dem Verein „Frauen helfen Frauen" als Kommunikationszentrum zur, Verfügung stehen. Ferner befinden sich im Keller zwei Werkräume.
Für das erste Obergeschoß hat der Trägerverein, der das Gebäude von der Stadt für zunächst 50 Jahre gemietet hat, in den „Gemeinnützigen Werkstätten Köln" (GWK) einen „Untermieter" gefunden. Der Geschäftsführer der GWK wird im ehemaligen Rektorzimmer Einzug halten und der größte Teil der übrigen Räume werden als Behindertenwerkstatt im Computer-, Daten- und Textverarbeitungsbereich ausgebaut. Die etwa zehn bis 15 Arbeitsplätze werden nach Auskunft von- Trägervereins-Vorsitzender Ragna Bohne vom Arbeitsamt besetzt,

EIN NEUES ZENTRUM FREIER SOZIAL- UND KULTURARBEIT im Herzen der Schloßstadt: Das Progymnasium wurde zu neuem Leben erweckt.    Bild: Günter Möllinghoff

Quelle: 
KStA-19860610-rn17 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigegeben durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 17.5.2011 für den BGV Rhein-Berg

Kommentare

Ich finde , dass die

Ich finde , dass die Regierung mehr Geld für Schulen und Bildung bezahlen müsste. Der Staat kümmert sich nur um andere Dinge. Dabei ist die Bildung doch sehr wichtig. Die unmodernen Schulen müssten saniert werden und man müsste neue Schulen bauen, damit nicht 35-40 Schulkinder in einem alten Klassenraum sitzen müssen. Weiterhin sollte man das Geld nicht nur in die Sanierung der Schulräume investieren, vielmehr sollte man auch die Eltern finanziell unterstützen. Ich bin selbst Mutter von vier Kindern und es ist wirklich schwer mit meinem Gehalt auszukommen. Die Schulsachen sind wirklich teuer und das erforderliche Geld für eine Nachhilfe in Mathe fehlt mir auch.