Fachwerkhaus zieht ins Museum

Fachwerkhaus zieht ins Museum

Fachwerkhaus zieht ins Museum
Rat beschloß Einträge in Denkmalliste — Auch gegen Willen der Eigentümer

Von Sylvia Koppelberg
Bensberg — Einen neuen Standort wird möglicherweise das Fachwerkhaus an der Gartenstraße 13 erhalten. Der Rat beschloß in seiner vergangenen Sitzung, es in die Denkmalliste eintragen zu lassen, wie es der Landschaftsverband Rheinland beantragt hatte. Weil das Gebäude (um 1800 erbaut) mitten im geplanten Bensberger Verkehrsbauwerk liegt, wird geprüft, es zu versetzen. Als neuer Standort wird das Gelände des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe in Erwägung gezogen.
Weitere Bauwerke, die jetztlaut Ratsbeschluß in die Denkmalliste eingetragen werden, sind in Bergisch Gladbach das Haus Blegge in der Paffrather Straße 265 (im 18. Jahrhundert erbaut) und das Wegekreuz Gronauer Mühlenweg, das 1875 aufgestellt worden ist.
Gegen den Willen der Eigentümer, die angeben, wirtschaftliche Nachteile zu erwarten, beschloß der Rat, folgende Objekte in die Denkmalliste eintragen zu lassen: das Fachwerkgebäude Halfen Dombach 1 (es stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert) und das Bruchsteingebäude Halfen Dombach 2 in Gladbach. Die Errichtung des Bruchsteinbaus wird auf das 15.
Jahrhundert datiert. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege vermutet, daß es früher ein Rittersitz war.
Für erhaltenswert hält der Landeskonservator ferner das zweigeschossige Fachwerkgebäude aus dem 17. Jahrhundert Hardtknippen 1 in Bensberg. Der Eigentümer ist ebenfalls nicht damit einverstanden. Dasselbe gilt auch für die Bauten in Gladbach Haus Lerbach (1899), das jetzt auch auf die Liste gesetzt wird, das Wegekreuz Lerbacher Weg (1853), das Fachwerkhaus Oberlerbach 1, den Fachwerkhof Oberlerbach 2 (um 1800) und das Fachwerkhaus Ommerbornstraße 41a.

Quelle: 
KStA-19850222 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigegeben durch Kölner Stadt-Anzeiger für BGV Rhein-Berg mit e-mail vom 7. Oktober 2008