In den Stadtteilen geht es bergab

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In den Stadtteilen geht es bergab
IMMOBILIEN Der Gutachterausschuss berichtet über den Grundstücksmarkt

VON MATTHIAS NIEWELS
Bergisch Gladbach. Der Karneval ist vorbei – und da wird es doch wieder Zeit, sich mit den ernsten Seiten des Lebens zu beschäftigen. Zum Beispiel mit der Frage: Wie entwickeln sich die Immobilienpreise? Da passt es, dass der Gutachterausschuss der Stadt Bergisch Gladbach sein neuestes Zahlenwerk vorgelegt hat.
Brisant ist vor allem die Entwicklung bei den Mieten für Geschäftsräume. Sie sind im Zeitraum von 1995 bis 2005 teilweise dramatisch eingebrochen. In Bensberg und Refrath um 20 Prozent. In den „Randzonen des Stadtzentrums" ging es gleich um mehr als 30 Prozent bergab. Und nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger" setzte sich der Trend insbesondere in Bensberg und Refrath auch nach 2005 fort. Kaum ein Vermieter, der bei einer Neuvermietung nicht erheblich Federn lassen musste. Anders in der Innenstadt. Dort konnte der Verfall der Mietpreise(zwischen 1995 bis 2005 rund zehn Prozent) nach dem Bau der beiden Einkaufszentren gestoppt werden. Makler sprechen schon von einer „Zweiteilung" der Stadt: Das Zentrum gewinnt weiter an Bedeutung, die Stadtteile verlieren. In den nächsten Monaten sollen die aktuellen Mietzahlen vorgelegt werden. Der Bericht der Gutachter ist sozusagen ein erster Vorgeschmack auf eine detaillierte Darstellung der Mietentwicklung in Innenstadt und Stadtteilen.
Aber es gibt auch positive Nachrichten: In 2009 wurden in der Kreisstadt Immobilien für 222 Millionen Euro verkauft – ein sattes Plus von 7,2 Prozent gegenüber 2008. Nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr präsentiert sich die Wertentwicklung: Keine Veränderung gibt es bei Wohnbaugrundstücken, Gewerbeflächen und Eigentumswohnungen. Reihenhäuser dagegen verloren fünf Prozent ihres Wertes, bei den Doppelhäusern ergab sich ein leichtes Plus von einem Prozent. Das teuerste Bauland gibt es in Bensberg mit Bodenwerten von bis zu 395 Euro pro Quadratmeter. Der Ausschuss hat ausgerechnet, dass der Bauplatz für ein freistehendes Eigenheim in den vergangenen zehn Jahren um sechs Prozent teurer und sieben Prozent kleiner geworden ist.
Große Schwankungen gibt es bei Eigentumswohnungen: Einige (in kleinen Wohneinheiten) haben in den vergangenen zehn Jahren fünf Prozent zugelegt, andere (in großen Einheiten) 26 Prozent verloren.
> Kommentar

Bei den privatgenutzten Immobilien in Bergisch Gladbach gab es kaum Wertveränderungen.    BILD: ROLAND U. NEUMANN

Quelle: 
KStA-20100217-S29 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigabe für den BGV erteilt durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 12.9.2011