Rund 300 Postkarten mit historischen Ansichten aus Rösrath präsentiert ein neues Buch

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GESCHICHTSVEREIN
Rund 300 Postkarten mit historischen Ansichten aus Rösrath präsentiert ein neues Buch

VON THOMAS RAUSCH
Rösrath. 50 Jahre lang hat Uwe Heimbach, Hoffnungsthaler Urgestein und ausgewiesener Rösrath-Kenner, Ansichtskarten gesammelt. In einem neuen Band seiner Schriftenreihe präsentiert der Geschichtsverein Rösrath eine breite Auswahl aus Heimbachs Fundus.
„Mit besten Grüßen . . . —Postkarten mit historischen Ansichten aus Hoffnungsthal, Rösrath, Forsbach und Umgebung" heißt das Buch, das den Leser anhand von rund 300 Abbildungen auf eine anschauliche Rundreise durch das Rösrather Stadtgebietführt. Mit Informationen zur Geschichte der Gebäude auf den Ansichtskarten, aber auch so mancher Anekdote bereichert Heimbach den Band. Die Lektüre mit Postkarten-Fotos und knappen Texten ist kurzweilig. Einblick gibt Heimbach auch in die Entwicklung der Ansichtskarte: Die bis 1905 üblichen „Correspondenz-Karten" ließen nur auf der Bildseite Platz für einen kurzen Grußtext, erst später waren auf der Rückseite neben der Adresse auch Mitteilungen vorgesehen.
Viele Ansichtskarten entstanden durch den Tagestourismus von Köln ins Sülztal: Die Ausflugslokale in allen Ortsteilen nutzten die Karten als Werbeträger. So ist es kaum verwunderlich, dass Ansichten von Gast-stätten in Heimbachs Sammlung sehr stark vertreten sind. Auch die Hoffnungsthaler Fotografen Fritz Zapp und Kurt Schneider trugen zur Material-Fülle bei. Bei Heimbachs reich bebilderter Lokalgeschichte-Lektion erfahren jüngere Leser und NeuRösrather zum Beispiel vom Bergischen Hof, dessen Name im heutigen Bürgerforum in Hoffnungsthal weiterlebt: 1895 errichtet, war er ursprünglich eine Gaststätte für die Honoratioren des Orts, nach 1935 folgten andere Nutzungen, 1999 der Abbruch und der Neubau des Bürgerforums. Der Name Halfenhof stammt von einem Rittersitz der einstigen Herren von Forsbach, später entstand eine Gaststätte mit Festsaal, der ab 1952 als Kino diente. Erst nach dem Abriss des Saales wurde der heutige Parkplatz angelegt.

Auch das Forsbacher Mühlenrestaurant benutzte Ansichtskarten als Werbeträger.
BILD: PRIVAT

Quelle: 
KStA-20091107-s54 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigabe für den BGV erteilt durch Kölner Stadt-Anzeiger mit email vom 12.9.2011