Caritashaus Margaretenhöhe nach dreijähriger Renovierungszeit eingeweiht

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Caritashaus Margaretenhöhe nach dreijähriger Renovierungszeit eingeweiht
Alte Villa ist das Zentrum
Seniorenzentrum mit 170 Plätzen wurde für 19 Millionen Mark saniert

Von unserem Redakteur Hans Kloep
Bergisch Gladbach — Das Caritashaus Margaretenhöhe zeigte sich gestern im Flaggenschmuck. Aus gutem Grund: Nach dreijähriger Umbauzeit wurde das Altenzentrum mit 170 Plätzen vom zur Zeit höchsten Priester der Erzdiözese Köln, Diözesanadministrator Dr. Hubert Luthe, feierlich eingeweiht.
Den vielen Gästen bot sich bei der Besichtigung ein schönes Altenheim, in dem alte Menschen, die sich ein neues Zuhause schaffen wollen oder müssen, ihren persönlichen Lebensstil in Appartements und in Wohnungen weiterführen können.
Nach der völligen Umgestaltung des Hauses stellt sich das Caritashaus als ein bedarfsgerechtes, auf die Wohn- und Pflegebedürfnisse alter Menschen ausgerichtetes Wohnhaus dar.
In seiner Begrüßungsansprache betonte der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Caritas-Betriebsführungund Trägergesellschaft mbH (CBT), Direktor Theo Hellmann, der auch das Haus Margaretenhöhe gehört, alte Menschen hätten nach einem langen Arbeitsleben ein Anrecht auf ein Stück Heimat. Wenn es zu Hause nicht zu erhalten sei, müßte die Gesellschaft wenigstens in einem menschenwürdigen Heim möglich machen. Stolz meinte der Direktor, in diesem Altenzentrum brauche niemand Angst zu haben, alt zu werden, „hier kann man sich darauf freuen."
Hellmann erinnerte daran, daß auch manche Hindernisse auf dem Wege zum Umbau überwunden werden mußten. Für die ehemalige Villa Risch habe bereits eine Abbruchsgenehmigung der Stadt vorgelegen. Um das Gebäude zu erhalten, habe die Caritas-Gesellschaft noch einmal umplanen und viel Geld aufbringen müssen. Nun sei die Villa das Herzstück des Altenzentrums.
Die gesamten Investitionskosten beliefen sich auf 19 Millionen Mark. An der Finanzierung hätten sich das Land NRW, die Darlehnskasse des Bistums Essen, die Stadt Bergisch Gladbach, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Stiftung des Landes NRW für Wohlfahrtspflege und das Deutsche Hilfswerk beteiligt.
Wie Franz Josef Stoffer, Geschäftsführer der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellshaft mbH, Köln, die in Paffrath auch das Caritas-Altenzentrum Peter-Landwehr-Haus betreibt, betont, zähle es zur Zielsetzung der CBT, daß kein alter Mensch, der in ihren Häusern einmal seine Wohnung oder sein Appartement bezogen habe, noch einmal umziehen muß.
Wohnen und Pflegen würden als Einheit gesehen und seien überall möglich. Auch der Pflegebereich sei in erster Linie eine Wohnstätte und dementsprechend wohnlich gestaltet. Dieser Zielsetzung habe sich auch die Heimleiterin der Margaretenhöhe, Dorita Wälter, und alle 82 Mitarbeiter des Hauses verpflichtet.
Stoffer wies weiter auf das besondere Angebot der Kurzzeitpflege hin: „Einige Plätze stehen zur vorübergehenden Betreuung hilfsbedürftiger alter Menschen zur Verfügung und tragen somit zur Entlastung pflegender Familienangehöriger bei."
Zum Abschluß der Feier sang der Heimbewohnerchor frisch, fröhlich, frei einige Lieder und trug so zum Gelingen der Veranstaltung wesentlich bei.

ZUM HERZSTÜCK DES ALTENZENTRUMS Margaretenhöhe wurde die Villa Risch (links), die ursprünglich abgerissen werden sollte. Es bietet 170 alten Menschen Platz und neue Heimat und zählt zu den schönsten Heimen im Kreisgebiet. Bilder: Günter Möllinghoff

DEM FESTAKT IM ALTERSHEIM wohnte auch der zur Zeit höchste kirchliche Würdenträger der Erzdiözese Köln, Diözesanadministrator Dr. Hubert Luthe (hinten erste Reihe), bei.

Quelle: 
KStA-1980602 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigegeben für BGV durch Kölner Stadtanzeiger mit email vom 12.12.2010