Am Montag eröffnet das neue Bergisch Gladbacher Paketpostamt


Am Montag eröffnet das neue Bergisch Gladbacher Paketpostamt
Barackenleben weicht modernem Service
Nach 30 Jahren Wartezeit — Bau kostet 2,5 Millionen Mark

Von Karin M. Erdtmann
Bergisch Gladbach – Für die Mitarbeiter der Paketpost in Bergisch Gladbach hat das '„Ba- rackendasein" bald ein Ende. Montag, 14. Mai, um 8 Uhr wird das neue Paketpostamt an der Ecke Hauptstraße/Trotzenburgweg eröffnet. Am Rande der Fußgängerzone ist für rund 2,5 Millionen Mark in zweijähriger Bauzeit ein funktionaler Neubau entstanden, in dem Paketannahme, -ausgabe und Postverzollung untergebracht werden.
Fast 30 Jahre lang waren diese Bereiche in Baracken untergebracht, die weder ideale Arbeitsbedingungen für das Personal ermöglichten noch einladend auf die Kunden wirkten. Bis zum Herbst 1988 waren die drei Dienststellen in der Baracke Gohrsmühlenweg untergebracht, bevor sie im Zuge der Umbau- und Restaurierungsarbeiten am Hauptgebäude der Post in die Baracke Hauptstraße/Trotzenburgweg verlegtwurden, die jetzt ausgedient hat und abgerissen wird. Dort mußten Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen Unzulänglichkeiten in Kauf nehmen: Im Sommer war es zu heiß, im Winter nicht richtig warm. Durchzug und beengte Verhältnisse kamen hinzu.
Noch nicht alles fertig
Im Spätsommer 1988 schließlich begannen die ersten Arbeiten für den Neubau des behindertengerecht eingerichteten Paketpostamtes. Im März 1989 konnte termingerecht Richtfest gefeiert werden. Doch die ursprünglich für den Herbst des vergangenen Jahres geplante Einweihung verzögerte sich. Auch jetzt sind noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. So wird demnächst noch im Eingangsbereich ein „stummes Postamt" installiert mit Briefmarkenautomaten und Telefonhäuschen, die auch außerhalb der Schalteröffnungzeiten eine Versorgung ermöglichen. Die Neugestaltungdes Posthofes mit Grünanlagen und Stellflächen für Dienstfahrzeuge soll bis Jahresende abgeschlossen sein.
Neugestaltet wird in den nächsten Monaten auch der Platz vor dem Paketpostamt, für den der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach ein Denkmal gestiftet hat. In diesem als Ruhezone geplanten Bereich werden Persönlichkeiten der Stadtgeschichte wie der Heimatforscher und Schriftsteller Vincenz von Zuccalmaglio, der Maler Johann Wilhelm Lindlar, die Fabrikantin Maria Zanders mit dem Komponisten Max Bruch und der Heimatforscher Dr. Ferdinand Schmitz als Bronzeskulpturen dargestellt. Die Arbeiten kommen aus der Werkstatt des Bildhauers Rolf Steudel. Ein Teil der Figuren ist bereits gegossen. Der Verschönerungsverein hofft, daß das Rondell mit Figuren und Ruhebänken noch im Herbst dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden kann.

DAS BARACKENDASEIN HAT EIN ENDE: Am Montag wird das neue Paketpostamt am Rande der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone eröffnet. 2,5 Millionen Mark hat der Neubau gekostet.    Bild: Günter Möllinghoff

Quelle: 
KStA-19900510 (Kölner Stadt-Anzeiger)
Freigabe: 
Freigabe erteilt für BGV durch KStA mit email vom 28.12.2009