Bensberg braucht ein Herz - Ein Konzept zur Marktgalerie Bensberg


Bensberg braucht ein Herz

Ein Gestaltungsvorschlag der 7c des Albertus- Magnus-Gymnasiums

Der Ausgangspunkt unserer Überlegungen waren die städtebaulichen Besonderheiten von Bensberg, als da sind seine Wahrzeichen Schloss und Rathaus - die verbunden sind durch den Marktplatz mit seinen historischen Gebäuden des Goethehauses, des Herwegshauses, dem Altbau des Reisebüros und des liebevoll restaurierten Malerwinkel-Hotels sowie anderer Fachwerkbauten. Vom Marktplatz aus bietet sich ein herrlicher Ausblick über das Panorama der Kölner Bucht.

Zur Zeit wird dieser historische Stadtkern zum Hinterhof Bensbergs degradiert durch die überaus hässliche Ver- und Entsorgungsfront des Löwencenters. (Ähnliches wäre mit der neuen Marktgalerie der Fall.) Beide Bauwerke verhindern insgesamt eine Verbindung der Einkaufs-Fußgängerzone mit der oberen Ebene des historischen Kerns. Fazit: „Bensberg fehlt das Herz“.

Durch den geplanten Abriss des Löwencenters besteht die einmalige Chance, die beiden Ebenen der Stadt so miteinander zu verbinden, dass ein wirkliches Zentrum entstehen könnte, dass so attraktiv ist, dass man sich nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zur Kommunikation in ihm aufhalten mag.

Den Kern unseres Entwurfs bildet dem entsprechend eine großzügige, breit angelegte Treppe, die -durch mehrere Zwischenebenen gestaffelt - die obere und untere Ebene miteinander verbindet. Unter ihr könnte zentral ein großes Parkhaus Platz finden. Rechts und links der Treppe könnten sich kleinere, intime Ladenlokale befinden, wie sie Bensbergs Angebotsstruktur entsprechen. Auf der unteren Ebene fände ein Lebensmittelladen Platz, der im Zentrum Bensbergs z.Zt. vermisst wird. Die Anlieferung der Waren für alle Läden würde sich auf die untere und obere Ebene verteilen oder wäre vom Parkhaus aus machbar.

Dem besonderen Blick von Bensberg aus über Köln und sein Umland würde durch eine Aussichtsplattform im oberen Bereich Rechnung getragen und könnte als Touristenattraktion ein Anziehungspunkt sein, der seinerseits für eine Belebung des Bensberger Handel sorgen könnte.

Diese Aussichtsplattform wäre durch einen Fahrstuhl von der Tiefgarage/Parkhaus zugänglich, der zudem alle Ebenen nochmals miteinander - auch unter dem Gesichtspunkt der Behindertengerechtigkeit - verbindet.

Der Marktplatz sollte Fußgängerzone sein und mit vielen Cafe’s oder Restaurants mit Außenplätzen zum Verweilen einladen. In der Mitte könnte ein Brunnen gestaltet werden. Auf dem unbebauten Grundstück könnte ein Kinder - und Jugendzentrum entstehen. Auch dort böte sich die Möglichkeit einer Tiefgarage (Zufahrt Nähe Schloss).

Ingelore Ebeling

Quelle: 
EMail vom 30.09.2012
Freigabe: 
Freigabe des Photos mit email vom 2.10.2012